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Kurs mit Julie Simpson-Hill am 10. und 11. Januar 2008
Teilnehmer
Katharina Bitterli, Roland Hug, Benoit Gertsch, Alberto Stern, Kurt
Johner, Anton Marti, Daniela Gerber, Carole Stähelin, Jean-Claude
Sigrist, Sandra von Erlach
Bei gutem Wetter und angenehmen Temperaturen fanden wieder 2 eintägige
sehr lehrreiche Kurstage bei Schumi’s in Wünnewil statt. Jeder
Teilnehmer trug seine Probleme vor und arbeitete anschliessend ein paar
Minuten mit seinem Hund. Julie analysierte schon nach kurzer Zeit das
Problem von Hundeführer und Hund. Oft war es die Kommunikation zwischen
Hund und Hundeführer, die nicht optimal abgestimmt war oder die
Grundlagen der Ausbildung hatten Lücken.
Sie betonte mehrmals, wie wichtig es sei, bei der Ausbildung eines
Hundes wirklich Schritt für Schritt vorzugehen und nicht nach ein paar
guten Ansätzen schon auf Klasse 3 Niveau zu trainieren. Oft liessen wir
unserem Junghund nicht die Zeit, die er brauche, um das gelernte auch
richtig zu vertiefen. Vielmehr wollten wir schon mit viel zu jungen
Hunden wie mit einem Champion arbeiten.
Einige Probleme
Erfahrener Hundeführer mit erfolgreichem Kl. 3 Hund: Problem: Der Hund
hört nicht auf den Stopp-Pfiff, vor allem auf weiten Distanzen.
Nachdem Julie die Arbeit dieses Teams gesehen hatte, nahm sie eine
Pfeife und pfiff die gleichen Töne viiiiel ruhiger und weicher, und
siehe da, der Hund nahm jedes Kommando an. Wir staunten und der
Hundeführer bekam fast das Augenwasser, weil er den sofortigen Erfolg
sah. Die Pfiffe waren für diesen Hund zu hart. Vor allem der Stop-Pfiff.
Dieser Pfiff soll nicht als Strafe vom Hund empfunden werden, besonders
dann, wenn der Hund keinen Fehler gemacht hat und einfach nur anhalten
soll.
Auch dürfen wir nicht zu kompliziert pfeifen. Nicht zu viele Kommandos,
dessen Sinn der Hund nicht versteht. Der Hund sei kein „Robodog“ der via
Joystick gelenkt werden kann.
Unsere Hunde haben ihr eigenes Denken an den Schafen, das wir
entsprechend lenken und gebrauchen sollen und nicht verbieten dürfen.
Wenn nach der Übernahme die Schafe seitlich weglaufen und der Hund nur
parallel flankiert und nicht genügend weit nach vorne kommt, um die
Schafe wieder auf die Mittellinie zu bringen/kippen, fehlt es oft am
richtigen balancieren. Der Hund hat nicht gelernt die Schafe korrekt
auszubalancieren. Abhilfe: balancieren im Nahen Bereich, bis der Hund
den Balancepunkt (wieder) findet.
Hund kommt im Outrun zu eng/früh rein. Diesen Fehler in der Nähe beim
Flankieren beheben, in dem der Hund mit entsprechendem Kommando (raus/uuse/back/out)
rausgedrückt wird. Hat er dies verstanden, kann er auch auf dem Outrun
entsprechend korrigiert werden.
Hier noch ein paar Tipps
Ein langsam galoppierender Hund ist für die Schafe unruhiger, als ein
schnell trabender Hund.
Ein schneller Hund benötigt wenige ruhige Pfiffe.
Zeit einsparen während des Trials: auf der geraden Linie die Schafe
schneller treiben, vor dem Tor ruhiger werden, zielen, kippen….
Schlechte Gewohnheiten zu korrigieren braucht viel Zeit. Deshalb mit der
Distanz und dem Ausbildungsniveau ein/ige Schritt/e zurück, bis die
Korrektur gefestigt ist. Dann allmählich Distanz/Ausbildungsschritt
wieder erhöhen.
Oft sind wir zu langsam in unseren Kommandos. Die Schafe müssen von uns
noch besser beobachtet/gelesen werden: Der Langsampfiff soll kommen,
bevor die Schafe schneller werden. Beim Kippen den Hund erst stoppen,
wenn die ersten Schafe den Kopf wenden.
Nach dem Richten der Beiden Trials (Klasse 2 und 3) am Swiss
Open (12/13. Jan 2008) stellte Julie erfreut fest, dass das Niveau der
Teilnehmer deutlich besser geworden sei, seit dem sie das erste Mal vor
2 Jahren in der Schweiz war!
Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön an Schumi und Ruth. Sie haben
uns wieder ein ideales Gelände mit Schafen zur Verfügung gestellt und
für ein gutes Mittagessen gesorgt. Auch ein grosses Dankeschön an
Sandra, welche diesen Kurs organisiert hat. Als Übersetzerin hat sie
auch all denen den Kurs ermöglicht, die nicht so gut Englisch können.
Katharina Bitterli
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