der SSDS  
       
  Regionalgruppen  
       
  Termine  
       
  Ranglisten  
       
  Kurse  
       
  Gallery  
       
  Reglement  
       
  SM der Hütehunde  
       
  Literatur  
       
  Links  
 



World Championchip in Irland vom 7.7.2005 bis 10.7.2005

Zu viert entschieden wir uns (Carl Erni, Beat Jerg, Paul Halter und ich) als Zuschauer an die Weltmeisterschaft der Hirtenhunde zu reisen. In Dublin angekommen fuhren wir mit dem Mietauto in Richtung Trialgelände. Kaum aus Dublin heraus wollte Carl schon ein Zimmer nehmen, damit er ja nicht im evtl. nassen Zelt schlafen müsse. Beat wollte unbedingt ein „Guinness“ (Irisches Bier) was er später auch bekam. So schliefen wir die erste Nacht ca.
30 Min. von Tullamore entfernt in einem Bed & Brekfast.

Am nächsten Tag hatten wir bis am Abend keinen Hunger mehr, das "riesige" Frühstück hielt bis zum Abend.

Da wir erst am Donnerstagabend ankamen, sahen wir die Schweizer die am Donnerstag gestartet waren nicht. Doch nach Informationen machten alle ihre Sachen recht gut. Vor allem Reto Näf am Donnerstag und am Freitag Johann Beeli und Tönu Marti verpassten die Halbfinalteilnahme am Pferch respektiv im Sheedingring nur knapp. Den Lauf von Johann Beeli durften wir mitverfolgen. Es war erstaunlich mit welcher Geduld und Ruhe er den Trial
bis zum Einpferchen meisterte. An alle Schweizerteilnehmer ein herzliches Kompliment. Es ist nicht selbstverständlich, dass jemand die Zeit, Kosten und den Aufwand auf sich nimmt um die Schweiz an der WM zu vertreten. Alle Startenden sind Tage zuvor nach Nord-Irland oder Irland gereist um sich dort vorzubereiten.

Die startenden für die Schweiz waren: Daniela Gerber mit Fly; Ruedi Roth mit Glen und Lady; Ruedi von Niederhäuser mit Flac; Reto Näf mit Chesper; Toni Marti mit Duke, Marcel Strässler mit Brad und Johann Beeli mit Jess.

Während diesen 3 Tagen sahen wir einige Läufe (nicht alle). Alle, inkl. des neuen Weltmeisters Mr. Watt aus Wales, kochen auch nur mit Wasser (vielleicht mit ein bisschen heisserem Wasser). So schieden schon viele Favoriten in der Qualifikation zum Halbfinal aus. Wir sahen schöne Läufe, darunter auch perfekte, denn ansonsten hätte J. Knive (Nor) nicht mit 192 punkten von 220 möglichen den Einzug ins Halbfinale als 8. verpasst.

Im Final konnten von 16 Finalisten 6 den Trial fertig machen. Das Gelände war sehr schwierig und die Wetter Bedingungen waren für Irländische Verhältnisse sehr heiss, so dass schon das erste Einholen die Knacknuss war. Dazu kam, dass die Schafe auch nicht die einfachsten waren!
Doch es war für alle gleich.

Am meisten beeindruckt war ich,

  • wie die meisten ihre Hunde auf sehr grosse Distanzen korrigieren können

  • ihre Hunde sehr selten stoppen respektiv schneller oder langsamer laufen lassen können und immer am Druckpunkt sind

  • wie die Hunde für das look back nicht gestoppt wurden

  • wie viel Risiko die Hundeführer eingehen, um die perfekte Linie halten zu können

  • wie einfach man aufgeben kann. Da hinken die Festländer und ganz besonders wir Schweizer noch hinten nach

Nun, wie erwähnt, gab es nicht nur die Trials. Auf dem Festgelände, welches in einem riesen Schlosspark stattfand, hatte es viele Veranstaltungen und Ausstellungen. So konnten wir Schafscherwettbewerb, Agilitywettkampf, Irischer-Volkstanz und vieles mehr bestaunen.

Am Abend besuchten wir die Pubs in Tullamore. Die Offenheit und die Kontaktfreudigkeit der Irländer hat uns sehr beeindruckt. Da die Iren früh essen, bekamen wir am Samstagabend im Dorf nichts mehr zu essen. Wir entschieden uns zum Festgelände zurückzufahren um dort etwas zu essen. „Hermann and his Friends“ so wurde die Jodelgruppe genannt die im Festzelt unter der Leitung von Hermann Ammann ein Jodellied zum besten gab ( Gerüchten zufolge soll Hermann in der Nähe von Dublin in einem Pub von einem Pub-Besucher als Swiss Singer wieder erkannt worden sein).

Da das Zelt keine Beleuchtung hatte wurde bis in die Nacht hinein (was lange geht in Irland um diese Jahreszeit) gesungen und getanzt.

Zum Abschluss verbrachten wir die letzte Nacht in Dublin und besuchten den Hafen. Eine schöne Stadt und ein schönes Land. Vom Land haben wir leider wenig gesehen, aber es war auch nicht das Ziel dieses Ausflugs. Doch nach diesem Kurzbesuch, schwirrt dem einen oder andern schon ein längerer Aufenthalt in Irland im Kopf.

Zum Schluss möchte ich allen Danken die sich die Mühe gemacht haben mit ihren Hunden an der WM teilzunehmen und auch all denen die als Zuschauer nach Irland gereist sind. Die Schweiz war gut vertreten!

Nach Berichten erachteten es einige Teilnehmenden als nicht nötig an der Eröffnungs- und Abschluss- Zeremonie teilzunehmen. Es ist schade dies zu hören. Als Dank an die Organisatoren, Helfer, Sponsoren, Zuschauer und den anderen Nationen ist dies Pflicht eines jeden Teilnehmenden. Doch dies beginnt schon bei uns in der Schweiz. Trialteilnehmer kommen kurz vor dem Startzeitpunkt und verschwinden auch kurz danach. Schade!

Urban Lanker, 17.7.2005
 
 

zurück...