|

Die Europameisterschaft in Dänemark 2005
Das Swiss Team traf während der Woche nach und nach
ein. Mit Ausnahme von Johann Beeli und Erwin Locher hausten wir in einer
Feriensiedlung am Meer. Johann Beeli hatte es sich mit seinem Wohnmobil
gleich auf dem Trailfeld bequem gemacht. Er war am Puls des Geschehens.
Erwin Locher hatte die Vorzüge des Hotels gewählt. Die Restlichen 6
Teilnehmer, Henzen Alex, Carl Erni, Alberto Stern, Locher Josi, Ruedi v.
Niederhäuser, ich und unser Coach Reto Näf, waren wie erwähnt in dieser
schönen Feriensiedlung mit sehr modern eingerichteten Häusern. In der
Siedlung war auch ein Hallenbad. Dieses beanspruchten wir des Öfteren.
Am Dienstag durfte das voraus Detachement bei Eckhard
Sievers ein erstes Training absolvieren. Topfebene Wiesen und Distanzen
die wir bei uns nur selten finden. Am Mittwoch durften wir zu Wolfgang
Albertsen trainieren gehen. Von der Feriensiedlung fuhren wir ca. 45
Min. bis zu Wolfgang. Er hatte eine fertige Trainingsanlage
bereitgestellt. Erklärte uns kurz wie sie es machen und verschwand auf
seinem Traktor. So dann macht mal! Dies liessen wir uns nicht nehmen. In
der benachbarten Weide standen rund 150 Texel-Schafe bereit. Diese
wurden in der vorbereiteten Anlage jeweils in 5er Gruppen unterteilt und
das Training ging los. An dieser Stelle herzlichen Dank an Eckhard
Sievers und Wolfgang Albertsen für ihre sofortige Bereitschaft uns
Trainingsmöglichkeiten zu Verfügung zu stellen.
Danke!
Am Donnerstag wurde die tierärztliche Kontrolle
durchgeführt. Alles lief gut. Das Trialfeld hatten wir schon zuvor
gesehen, wussten aber nicht wie der Trial aufgestellt wird. Lächerliche
350m Distanz war des einen oder anderen erster Gedanke. Nun der Freitag
und Samstag sollte uns eines besseren belehren. Drei Schweizer gaben
auf, Johann Beeli, Alberto Stern und ich, beendeten den Qualilauf nicht.
Erwin Locher wurde disqualifiziert. Als Ruedi von Niederhäusern an den
Start ging, mit der Startnummer 32, hofften alle auf ein gelingen! Ja,
Ruedi machte seine Arbeit ganz gut. Auch die nachfolgenden
Schweizer, Alex Henzen, Josi Locher und Carl Erni machten eine gute
Arbeit. In der Schlussabrechung freuten wir uns, dass es Ruedi von
Niederhäusern geschafft hatte ins Final zu kommen.
Auch am Sonntag machte Ruedi von Niederhäuser eine
tolle Arbeit und beendete den Final auf dem guten 9. Platz. (Infos zur
Rangliste unter
http://www.continental2005.dk )
Es war eine mit wenig Aufwand organisierte EM, mit
wenig Zuschauer. Die Organisatoren haben es verstanden die Gradwanderung
zwischen nötigem und unnötigem zu gehen. Mit der Nutzung der
landwirtschaftlichen Schule mit seiner ganzen Infrastruktur ist es ihnen
gelungen auf eine sehr einfache Art diesen Anlass über die Bühne zu
bringen.
Zur ewigen Kritik, dass wir nicht besser werden oder
gar schlechter, möchte ich noch einiges schreiben. Falls es unser Ziel
ist, international besser zu werden, müssen wir uns den Richtlinien der
ISDS anschliessen und diese auch bei uns anwenden. Wir müssen die
Qualiläufe härter richten und die Qualifikationspunkte dürfen nur noch
an bestimmen Trials erarbeitet werden. Die Teams die mit diesem Druck
umgehen können, sind auch die richtigen um die Schweiz an der EM zu
vertreten.
Die Kehrseite der Medaille ist, dass wir eine schöne
Woche in Dänemark hatten. Soviel Baden und Rutschen war ich schon lange
nicht mehr. Die Tage die wir zusammen verbringen und geniessen durften
bleiben uns lange in Erinnerung.
Ich wünsche dem Swiss Team 2006 mehr Erfolg und eine
eben so schöne Zeit an der EM in Österreich.
Zum Schluss möchte ich speziell Hermann Amann danken.
Er hat den Kontakt zu Eckhard und Wolfgang geschaffen und hat uns die
ganze Zeit moralisch unterstützt. Für die Unterstützung von
verschiedenen Zuschauern die aus der Schweiz angereist sind, herzlichen
Dank.
Allen Freunden die, die Absicht hatten uns an der EM zu
unterstützen und es wegen dem Unwetter nicht konnten, besten Dank für
die Absicht. Wir sehen uns in Österreich!
Urban Lanker, 15.12.05
zurück...
|