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Jahresbericht des Präsidenten SSDS für das Jahr 2010

2005 wurde ich zu eurem Präsidenten gewählt. Seither ist viel geschehen. Sechs Jahre ist eine lange Zeit. Es gab wie überall Erfolge und Misserfolge.

Die Arbeit mit unseren Hütehunden an lebenden Tieren wurde in der Tierschutzverordnung aufgenommen und somit, unter Einhaltung der Rahmenbedingungen, legalisiert.

Wir haben das TK Reglement erarbeitet. Somit konnten wir das Vereinsgeschäft vom technischen Teil trennen. Dadurch wurde den RG mehr Gewicht in der Erarbeitung der Rahmenbedingungen gegeben. Die RG sind nach wie vor die Pfeiler dieses Vereins und eine geniale Lösung, die unsere Gründer ins Leben gerufen haben.

Der Qualifikationsmodus für die EM, finde ich heute noch eine gute Lösung. Dass ein EM Qualifikant sich nicht mit 20 Starts seinen Start an der EM erreicht oder „erfahren“ hat, sondern an einzelnen bestimmten Starts sein Können unter Beweis stellen muss, ist sinnvoll. Beim Start an der EM gibt es nur eine Startmöglichkeit!

Das Jubiläumsjahr 2009! Ein Anlass, der mit bestem Wetter und mit genialen Schafen über die Bühne geführt wurde. Die Hilfe aller SSDS Mitglieder, Regionalgruppen und nicht SSDS Mitglieder war eine Demonstration wie alle hinter dem SSDS stehen und diesem helfen wollen.

Der Auftrag, die Zusammenarbeit zwischen SSDS und TKGS zu verbessern, dieses grosse Ziel ist noch eine Baustelle. Doch die Zeichen von allen Seiten stehen gut, dass für die Zukunft, ein Zusammen unter dem Dach der SKG und der TKGS unsere Arbeit in der Ausbildung wie auch auf dem Prüfungsgelände möglich ist. Hier gibt es noch viel zu tun.

Alle diese Bestrebungen sind nicht möglich ohne Hilfe. Es braucht einen Vorstand, der die Vereinsgeschäfte erledigt. Es braucht Leute die in Kommissionen arbeiten um Ziele zu erreichen. All diesen Personen gehört mein Dank!

Rund 20'000 km bin ich in den letzten 6 Jahren für den Verein gefahren. Gut, ich wohne auch nicht im Zentrum der Schweiz, was sicher immer wieder zur Überlegung führte: “Ist diese Sitzung nötig oder nicht?“ Das SSDS Präsidium ist kein Amt um sich zu profilieren. Eigene Ansichten können wohl eingebracht werden, müssen aber bei einer Mehrheitsfindung im Hintergrund bleiben. Angriffe von Personen, die das Gefühl haben man mache zu wenig, ärgern, gehören aber offenbar zum Geschäft. Doch genau in diesen Momenten überlegt man sich „Warum mache ich dies?“ Wir brauchen auch in Zukunft Personen, die sich diese Zeit nehmen. Auch in Zukunft werden diese Personen sich der Kritik und der Missgunst anderer aussetzen müssen. Man kann immer etwas besser machen. Die Frage ist schlussendlich was wird von der Mehrheit getragen und geschätzt? Es ist eine Gradwanderung zwischen Reglementen und Vernunft!

Mein erster Jahresbericht als Präsident des SSDS handelte von der Firma SSDS. Den Ball zu diesem Thema hatte Urs Imhof in seinem letzten Jahresbericht als
Präsident zugespielt. In seinem Jahresbericht damals werden die bestehenden Probleme und Hoffnungen aufgezeigt. Diesen Ball haben wir aufgefangen. Unsere 44 Ziele im „sportlichen“ Bereich haben wir in den letzten Jahren verbessert. Die Erfolge an internationalen Anlässen zeigen dies deutlich. Sind es die Strukturveränderungen, die wir vorgenommen haben? Oder sind es Mitglieder mit mehr Ehrgeiz, Können und Willen, die dies ausmachen? Wahrscheinlich beides!

In anderen Bereichen sind wir klar schlechter geworden. Die Geselligkeit die im SSDS früher vorherrschte, besteht heute nur noch am Rande. Diese Problematik habe ich in meinen letzten Jahresberichten immer wieder zum Thema gemacht. Heute bin ich der Überzeugung, dass diese Problematik nicht ein Vereins-, sondern ein Gesellschafts-Problem ist.

Wie sehe ich die Zukunft des SSDS?
Dankbar sein für all die Personen die sich engagieren zu Gunsten unseres Vereins. Bereitschaft um Veränderungen hinzunehmen, aber auch um diese zu verbessern oder falls es die Mehrheit will, diese wieder zu erneuern. Die Hauptaufgabe in den folgenden Jahren wird sicher sein, wie kann sich der SSDS in den Strukturen der SKG etablieren? Hier bin ich überzeugt, dass die Führung der TKGS gewillt ist, unter Berücksichtigung der übergeordneten Reglemente, uns in unserem Bestreben zu unterstützen!

Zum Schluss möchte ich danken. Ich danke allen, die mich in diesen Jahren unterstützt haben. Allen die im Vorstand eine hervorragende Arbeit geleistet haben.

Den Organisatoren von Anlässen, sei es für Arbeitsprüfungen oder zur Ausbildung unserer Hunde, die ihr Land, ihre Schafe und viel Herzblut der Sache zu liebe erbracht haben.

Einen speziellen Dank geht an Ruedi von Niederhäusern und Johann Beeli. Sie haben von uns an der GV 2010 den Auftrag erhalten die Organisation EM 2009 zu durchleuchten. Mit dieser Aufgabe haben sie sich keine Freunde geschaffen. Mit Methodik und viel Aufwand haben sie ihre Aufgabe wahrgenommen. Danke!

In der Hoffnung, dass auch hier der Spruch „Zeit verheilt Wunden“ gilt, ersuche ich alle Betroffenen über ihren eigenen Schatten zu springen und diese Angelegenheit ruhen zu lassen!

Ich freue mich auf die kommende Zeit mit Euch!
Urban, Davos, den 10 Januar 2011.


Jahresbericht des technischen Präsidenten des SSDS 2011

Ein ereignisreiches, manchmal auch von Terminen bestimmtes Jahr liegt hinter uns.

Der bestehenden Technischen Kommission möchte ich eine gute Sachkompetenz und Sachlichkeit in Diskussionen und Beschlüssen zuweisen. Wir konnten uns immer auf einen gemeinsamen Nenner einigen, auch wenn die Meinungen weit auseinander klafften, und für bestimmte Beschlüsse lange Bedenkzeiten vorhanden waren. Danke für euere Mitarbeit im vergangenen Jahr.

Anlässlich einer Sitzung mussten wir uns mit einer Anfrage eines Veterinäramts befassen. Die Frage richtete sich auf unsere Ausbildung. Ob es Bestimmungen gäbe zur Anzahl Schafe, deren Gebrauch, deren Ruheplätze und wie die Ausbildung der Übungsleiter aussähe?

Letztendlich stellte sich in diesem Fall heraus, dass der SSDS faktisch die Verantwortung für die Ereignisse auf diesem Platz trägt. Zu den Fakten: Der Platz lag äusserst ungünstig an einem hochfrequentierten Spazier-Wanderweg, und war von dort aus perfekt einsehbar. Die „Zuschauer“ konnten nicht nachvollziehen, was da vor ihren Augen ablief. Es fehlte an mündlicher Information oder einer Info-Tafel mit Erklärungen zur Ausbildung und Telefonnummer vom Übungsleiter. Nach unserer Ansicht ist der Übungsleiter verantwortlich für genügend Schafe und eine Rückzugsmöglichkeit der Reserveschafe. Diese haben Einstreue, Futter und Wasser. Und wenn nötig informiert der Übungsleiter die Passanten. Der SSDS bietet Kurse an, um eine fachkundige Ausbildung zu ermöglichen. Er ist nicht verantwortlich für Ereignisse an solchen Kursen, die nicht optimal laufen!

Der nächste Übungsleiter-Kurs findet am 25. März statt. Übungsleiter und Aspiraten sind verpflichtet diese Kurse zu besuchen.

Die SKG-HGH Reglemente wurden termingerecht für die TK-Jahressitzung im Mai 2011 angepasst. Danach wurden sie erneut angepasst für die ausserordentliche GV vom September 2011, um die Absegnung und Einreichen der Reglemente für die TKGS-Delegiertenversammlung zu erreichen. Durch den SKG-Austritt durfte es erneut bearbeitet werden, um als SSDS Reglement für die kommende GV präsentiert zu werden.

Das jetzige Werk ist, erstmals in der Geschichte des SSDS, sehr umfangreich und sollte auch alles beinhalten, was in der Vergangenheit in Protokollen geschlummert hatte. Alle Mitglieder werden in Zukunft Zugriff dazu haben.

Über die neuen Reglemente und Statuten wird an der Generalversammlung 2012 befunden.

Der SSDS ist DEIN Verein, so chum doch au ad GV!!!

Arnold Elser